St. Michael und Paulus

26.5.2022 - Am Du zum Ich

Jegliche Uniformität verunmöglicht die echte Einheit und lebendiges Zusammenspiel. Verliere ich meine Individualität, ja mein Ich, wenn ich mich einem größeren Ganzen eingliedere und unterordne? Das ist die Sorge vieler Menschen, vor allem in Ländern im westlichen Kulturkreis. In einer innovativen Organisationskultur betrachtet man Individualität als Geschenk, das wertgeschätzt und gefördert wird. Erst wenn Menschen tatsächlich und glaubwürdig erleben, das ihr Ich vorbehaltlos akzeptiert ist, werden sie vertrauen können. Erst dann werden sie aus freiem Herzen Teil eines größeren Ganzen sein wollen, weil sie erkannt haben, dass nur so ihre Einzigartigkeit aufblühen kann. Die scheinbare Aufgabe der Freiheit wird zur Voraussetzung für Selbstwerdung. „Wer sich hingibt, der empfängt“, betete der Heilige Franz von Assisi. Martin Buber formulierte: „Am Du wird der Mensch zum Ich.“

Dr. Georg Plank, Pastoralinnovation
Webseite: www.pastoralinnovation.org


Individualität wird manchmal kritisch beäugt. Ich ertappe mich dabei, wie ich sehr wenig übrig habe für manche „Fußballerfrisuren“ und gern Witze darüber machen. Ich respektiere ihre persönlichen Wünsche, vielleicht Eigenarten nicht, sondern habe Gefallen an einer gewissen Konformität. Hat Gott alle Menschen gleich geschaffen? Hat er nicht Freude an der Vielfalt seiner Schöpfung? Sind es nicht die „Nerds“, die Elon Musks und Steve Jobs dieser Welt, welche diese entscheidend prägen und verändern? Danken wir Gott dafür, dass er diese Welt und jeden Einzelnen von uns so unverwechselbar geschaffen hat.

Gisbert Punsmann, PR

  • INNO Kirche Velbert

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